Unsere ersten Jahre als Familie
Ich freue mich über die Neuausgabe von »Das Glück hat kleine Schokofinger« – habe das Buch überarbeitet und es um zehn neue Kapitel erweitert. Worum geht’s? Der Klappentext fasst es ganz gut:
Wenn kleine Schokofinger auf Tapete malen, Blumenerde im Haus verteilen oder wichtige Dokumente akribisch zu Schnipseln verarbeiten, ist die Verzweiflung nicht weit. Bald präsentieren die kleinen Forscher stolz ihr Werk, und dann hilft Lächeln und tief Durchatmen. Wer kann dem Nachwuchs schon lange böse sein, wenn er einen mit liebevollen Kinderaugen anschaut.
Titus Müller und seine Frau Lena erleben jeden Tag ein neues Abenteuer mit ihren beiden Söhnen. Langeweile ist dabei für die jungen Eltern ein Fremdwort. Begleiten Sie die beiden durch die schönsten und schwierigsten Jahre im Leben mit Kindern. Und entdecken Sie in diesem warmherzigen Buch voller Alltagsszenen zum Schmunzeln, Mitfühlen und Wiedererkennen die Magie des Familienlebens neu. Zur Leseprobe
19. März 2026
Was ich mir als Autor wünsche
Tabitha Bühne hat mich zur »Dolmetscherin« ausgefragt.
Wenn euch Hintergründe interessieren, Anekdoten von den Recherchen und was ich mir als Autor wünsche (vom Lesepublikum und von uns als Menschheit heute), hier geht es zum Gespräch.
3. Februar 2026
Stille Nacht
Das Lied »Stille Nacht« bewegt mich jedes Jahr neu. Erstaunlich ist, dass es weltweit die Menschen erreicht: Es ist in mehr als 300 Sprachen übersetzt und zählt zu den erfolgreichsten Liedern der Menschheitsgeschichte. Warum? Und wie ist es entstanden? Das hat mich interessiert.
Seit ich die Hintergründe für meine Erzählung »Stille Nacht« recherchiert habe, habe ich noch schneller Tränen in den Augen beim Singen. Euch allen eine schöne Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest!
11. Dezember 2025
Heute vor 80 Jahren
Heute vor 80 Jahren begann der Hauptkriegsverbrecherprozess. Hermann Göring und 20 weitere Vertreter der NS-Diktatur mussten sich in Nürnberg vor dem Internationalen Militärtribunal verantworten. Was mich bei den Recherchen zu meinem Roman »Die Dolmetscherin« besonders beeindruckt hat: Der amerikanische Chefankläger Robert Jackson wollte nicht in erster Linie die führenden Nazis bestrafen. Er wollte die moralischen Standards heben. Die lagen, zugegeben, damals ziemlich am Boden. Aber allmählich glaube ich, wir könnten es wieder gebrauchen, dass wir uns zusammentun und sagen: So wollen wir als Menschheit nicht weitermachen. Wir brauchen höhere Standards. Die Siegermächte haben damals Männern wie Göring, die es nicht verdienten, ein Verfahren nach rechtsstaatlichen Standards ermöglicht, bei dem es übrigens auch drei Freisprüche gab. Das war nach den Jahren des Volksgerichtshofs und parallel zu Schauprozessen in der Sowjetunion keine Selbstverständlichkeit. Vor allem aber war es Jacksons Ziel, dass sich die führenden Nationen der Welt zusammentun und sagen: Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen. Mit dem ersten internationalen Prozess der Weltgeschichte betrat man völkerrechtliches Neuland, unter anderem mit dem Tatbestand der »Verbrechen gegen die Menschlichkeit«. Direkte Folge des Prozesses waren die Erklärung der Menschenrechte 1948 und die Genfer Konventionen 1949. Seitdem sind wir acht Schritte vor und sieben wieder zurückgegangen. Es gab erneute Angriffskriege. Gerade tobt in Europa der blutigste seit 1945. Deshalb habe ich »Die Dolmetscherin« geschrieben. Ich wollte herausfinden: Was hat man damals gemacht? Wie ist man mit den zerrütteten Verhältnissen umgegangen, mit dem Misstrauen zwischen den Völkern, dem Hass? Über den Prozess haben manche damals gesagt: »Ihre Opfer haben sie nicht so viel reden lassen.« Sogar führende Politiker der Siegermächte schlugen vor, die Nazis einfach an die Wand zu stellen. Aber der rechtsstaatliche Weg war gut. Wie Jackson damals müssen wir uns wieder gegenseitig sagen: Lasst uns die moralischen Standards heben. Nicht einknicken vor Angst. Nicht stumm werden. Laut aktuellen Umfragen finden erschreckend viele Menschen, dass eine Diktatur unsere Probleme leichter lösen würde. Demokratie erscheint uns aufwändig. Wir wollen »Deals«. Aber die führen zu mehr Egoismus und einem Der-Stärkere-setzt-sich-durch. Demokratie, Schutz der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit – in meinen Augen ist das der Weg. Und dafür braucht es Liebe. Nur wenn wir diese Welt lieben, finden wir die Kraft, sie zu verändern.
20. November 2025
TV-Beitrag zur »Dolmetscherin«
Gestern lief ein TV-Beitrag zur »Dolmetscherin« im BR. Beachtet besonders den historischen Filmclip, in dem Göring entspannt den Arm auf das Geländer der Anklagebank legt. Dass sie das extra rausgesucht haben, stark!
Danke an Julia Hofmann fürs Lesen und das Interview und das Gespräch zum Buch. Wenn ihr lieber Beiträge hört, aus demselben Material ist ein Hörfunkbeitrag für BR 2 entstanden, den könnt ihr hier nachhören.
6. November 2025
So ein schöner Messetag!
Die Buchmesse ist immer ein Highlight für mich. Ich mag die Begegnungen mit Lesern und Buchhändlerinnen, die Gespräche, den Austausch. Es gab ein schönes Interview mit RTL Luxemburg (fürs Radio, wir mussten auf der wuseligen Messe erstmal einen Ort finden, wo die Hintergrundgeräusche verkraftbar waren für Tonaufnahmen). Und das Team-Gefühl mit dem Verlag gefällt mir. Vor allem die 30-Minuten-WG hat Freude gemacht.
Hier könnt ihr das Gespräch von Dr. Helen Bömelburg vom »Stern« und mir auch nachträglich noch anschauen.
18. Oktober 2025
Unterhaltungsromane schreiben und veröffentlichen
Arbeitet ihr an einem Roman? Ob ihr für Krimi/Thriller, Romance, Phantastik, Sciencefiction oder historische Romane brennt, ob ihr euch noch am Anfang befindet oder euer Projekt bereits fortgeschritten ist –
vom 8.-10. Februar schauen Kathrin Lange, Olaf Kutzmutz und ich uns alle Projekte genau an und erarbeiten in Textarbeitsrunden gemeinsam mit euch die nächsten Schritte auf dem Weg, an dessen Ende ein reizvolles, besonderes Buch steht.
Impulsreferate und Diskussionen zu Themen aus Genre und/oder Literatur sowie zum kreativen Handwerk des Schreibens ergänzen unser Programm. Zur Anmeldung
6. Oktober 2025
Frankfurter Buchmesse
Falls ihr nicht zur Buchmesse kommen könnt – das Interview, das Alexandra Kraft (vom »Stern«) mit mir führt, könnt ihr auch im Livestream sehen. Aber noch schöner ist es natürlich vor Ort. Samstag, 18.10.2025, 16:00 Uhr in Halle 3.0, Stand D21. Ich freue mich auf euch!
6. Oktober 2025
Komplizierte Zeitgeschichte verständlich & erlebbar
Im WDR widmet sich »Westart Lesen« der Literatur. Vergangenes Wochenende hat Andrea Lieblang »Die Dolmetscherin« besprochen. So eine tolle Sendung! Die Auswahl der vertonten Passagen aus dem Roman begeistert mich.
Hier kann man den Beitrag hören. Andrea Lieblang sagt unter anderem: »Titus Müllers Roman macht in leicht lesbarer Sprache komplizierte Zeitgeschichte verständlich und erlebbar. Ein äußerst wichtiger Text angesichts der Kriegsgräuel in unserer Gegenwart.«
3. Oktober 2025
Was für ein toller Start!

»Die Dolmetscherin« ist auf Platz 18 der Bestsellerliste eingestiegen. Juchhu! Ich danke euch für eure tolle Unterstützung und eure Leseneugier.
In den kommenden Wochen werde ich den Roman in Nürnberg, Cottbus, Frankfurt am Main, Weißenfels, Dresden, Werne und vielen anderen Orten vorstellen, Details zu den Hintergründen erzählen und kleine Passagen lesen. Ich freue mich auf den Austausch mit euch! Hier findet ihr alle Lesungen.
21. August 2025
Zu Besuch im Hörbuchstudio
Bei den Aufnahmen zur »Dolmetscherin« war ich im Hörbuchstudio und konnte miterleben, wie Maximiliane Häcke in Sekundenbruchteilen innerlich umschalten kann auf eine andere Haltung, eine andere Stimmlage, eine andere Figur. Großartig!
Ihr kennt sie als die Synchronstimme von Cara Delevingne in »Valerian«, von Kaya Scodelario in »Pirates of the Caribbean – Salazars Rache«, von Brianna Hildebrand in »Deadpool«, von Rihanna in »Ocean’s Eight« und von Letitia Wright in »Tod auf dem Nil« und in »Black Panther«.
Im Studio habe ich sie gefragt, wie es ihr ging mit dem Stoff der »Dolmetscherin«. Auch den Regisseur der Aufnahmen, Dr. Joachim Hoell, habe ich befragt. Er erzählte von der Herausforderung, Hermann Göring, Russen und Amerikaner im Hörbuch darzustellen. Und natürlich haben wir Maximiliane beim Lesen, nein, genauer: beim Erzählen gefilmt. Mir ist wieder einmal bewusst geworden, was für eine große Kunst es ist, einen Roman so zu lesen, dass beim Zuhören Kopfkino entsteht.
13. August 2025
Einer der wichtigsten Prozesse der Weltgeschichte

Asta arbeitet als Dolmetscherin im Kurhotel »Palace« in Mondorf-les-Bains, wo die US-Armee gefangen genommene Nazi-Größen interniert. Am 20. Mai 1945 reist ein neuer Gast an. Er bringt 16 Koffer, eine rote Hutschachtel und seinen Kammerdiener mit. Es ist Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Hitlers designierter Nachfolger.
Asta übersetzt bei den Verhören, reist dann mit nach Nürnberg zu den Prozessen und wird jeden Tag im Gerichtssaal anwesend sein, die abscheulichsten Dinge zu hören bekommen und sie zudem ins Englische übertragen müssen. Umso empfänglicher ist sie für Leonhard, ein junger, sensibler Mann, der ihr sanft den Hof macht. Doch seine Vergangenheit ist undurchsichtig und er stellt verdächtig viele Fragen zu den Prozessen ...
Hier geht es zur Leseprobe.
Warum ist mir dieses Buch so wichtig? Über Jahrhunderte nahmen Staaten das Recht in Anspruch, Kriege zu führen. Ihre Staatsführer und Kriegsherren wurden anschließend nicht für das angerichtete Unheil zur Verantwortung gezogen. Das Urteil des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg brachte die Wende.
Die Nazis hatten das Recht mit Füßen getreten, Verträge gebrochen, Lügen verbreitet. Chefankläger Jackson hob nach den furchtbaren Jahren 1933-1945 die moralischen Standards wieder: Der Prozess gab Anlass zur Erklärung der Menschenrechte 1948 und zu den Genfer Konventionen 1949. So einen Jackson bräuchten wir mal wieder ...
11. August 2025
Wie geht es weiter mit KI?
Noch vor uns Autoren sind die Übersetzer bedroht.
Mein Bruder Julian hat ein tolles Video gedreht mit Übersetzerkolleginnen und -kollegen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Und ein Kurzvideo mit Hörbuchsprecherin Maximiliane Häcke und mir gebaut.
Der PEN-Club, in dem ich Mitglied bin, warnt vor der »vielleicht größten Enteignung kreativer Arbeit in der Kulturgeschichte der Menschheit«. Auch von mir wurden 26 Bücher für das Training der KI verwendet, der »Einfachheit halber« aus einem Pirateriepaket. (Woher ich das weiß? Hier geht’s lang.)
Ich finde die aktuelle Entwicklung spannend, experimentiere selber mit Perplexity (weil es dort Quellenangaben gibt) – nicht zum Schreiben, ausschließlich für die Recherche. Dass ungefragt geschützte Inhalte durch KI-Modelle verwendet werden, und dass nicht nur Autoren und Übersetzern, sondern auch Zeitungensredakteuren und Musikerinnen die ökonomische Existenz zerstört wird, macht mir Sorgen. Schon jetzt »fressen« die KI-Modelle mehr und mehr Material, das KI-Modelle erzeugt haben. Heißt: Die Qualität lässt nach. Wenn niemand mehr gute Inhalte erzeugt, wird es langweilig werden.
Und unsere Fähigkeiten nehmen ab. Darauf deuten erste Untersuchungen hin. Die »Zeit« schreibt: »Wer regelmäßig Chatbots nutzt, sei es um sich schnell einen Text entwerfen, einen Artikel übersetzen oder Programmierzeilen generieren zu lassen, kann irgendwann das Gefühl bekommen, dass sich eine klebrige Pollenschicht über die eigenen Hirnsynapsen legt und das Denken verlangsamt.« Das ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie des MIT Media Lab. Wer von den untersuchten Studenten häufig ChatGPT für das Verfassen von Essays nutzte, wurde faul und passiv. Es ist wohl wie mit den Muskeln: Was man nicht einsetzt, erschlafft.
24. Juli 2025
Zugfahren macht glücklich
Die Überschrift gefällt mir. Der MDR hat sie unserem Gespräch gegeben. Zwischen zwei Lesungen traf ich mich mit Markus Wetterauer im Erfurter Hauptbahnhof und wir haben für den MDR-Podcast »Abenteuer Eisenbahn« darüber gesprochen, warum ich im Zug so gut
schreiben kann, welche Art von Mitreisenden mir am liebsten ist, welche Zugtickets ich buche, welche Strecken ich gerne fahre und eben darüber, warum Zugfahren glücklich macht. Hier könnt ihr das Gespräch hören.
4. April 2025
Die Lesung zum Miterleben
Rene Falkner vom Youtube-Kanal Nachtzüge in Europa hat die Lesung im Leipziger Hauptbahnhof aufgezeichnet, und das trotz erschwerter Bedingungen mit Gegenlicht.
Wenn ihr sie verpasst habt, könnt ihr sie hier miterleben.
Großartig war’s. Ich dachte, um 14:30 Uhr sind höchstens die ersten zwei Reihen voll. Hatte mir schon den Scherz überlegt, ich sei die »Vorband«, und habe auf einen leeren Saal hingezittert. Und dann: alle Plätze besetzt. Bestimmt hundertsechzig (meine Schätzung). Ihr seid die Besten! Ein Riesendank auch an die Buchhandlung Ludwig und ihr engagiertes, sympathisches Team. Sie haben alles möglich gemacht und spontan noch ein grünes Tuch hinter die Bühne gehängt, damit die Zuhörer nicht so gegen die Sonne blinzeln mussten und Rene es leichter hatte mit dem Filmen.
29. März 2025
Verrücktes und Wunderbares in Leipzig

Ich werde diesmal auf der Messe mit meinem Notebook dasitzen und (wenn ich es schaffe) ein paar Absätze schreiben, während das Ganze auf Bildschirme übertragen wird. Am Samstag, 29. März, von 13:00 bis 13:30 Uhr am Stand des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Halle 5, Stand G505. Kommt vorbei und seht mich scheitern! ;)
Am Freitagnachmittag stelle ich mein Buch über das Bahnfahren vor – an idealem Ort: im Leipziger Hauptbahnhof. Der historische Speisesaal wird ab und an für Veranstaltungen geöffnet, die Buchhandlung Ludwig macht’s möglich. Seid ihr in der Stadt? Dann sehen wir uns am Freitag um 14:30 Uhr. Ich freue mich auf euch!
24. März 2025
Liebeserklärung an das Reisen mit dem Zug

Für das neue Buch bin ich nach Venedig gefahren, nach Paris und mit dem Eurostar nach London. Bin mit dem Zug in den USA, Griechenland und der Schweiz gereist und natürlich in Deutschland. Was ich erlebt habe und warum mich das Zugfahren fasziniert, könnt ihr ab dem 12. März lesen. Die ersten Seiten gibt es schon jetzt: Zur Leseprobe. Große Teile meiner Bücher sind auf Zugreisen entstanden. Das Bahnfahren ist für mich die schönste Art zu reisen. Davon musste ich einfach erzählen!
5. März 2025
Instagram-Account wurde gehackt
Heute wurde mein Instagram-Account gehackt. Ich versuche, ihn wiederzubekommen. Bis dahin: Nehmt das wirre Zeug nicht ernst, das die Angreifer verschicken.
10. Februar 2025
Weitere Blogbeiträge
Zu den Beiträgen der Jahre 2022-2024.
Zu den Beiträgen der Jahre 2019-2021.
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