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Was mich an Mose fasziniert

Ein wunderbarer Beitrag (dreieinhalb Minuten) lief diese Woche im Münchner Kirchenradio zu "Die Stimme des Schöpfers", hier zum Nachhören. Gabie Hafner hat das Buch gelesen und befragt mich dazu. Unter anderem habe ich ihr erzählt, was mich an Mose fasziniert.

Seminar mit meinem Lektor

Für alle, die schreiben und Freude daran haben, ihre Fähigkeiten zu erweitern: Am 28. Juli geben mein Lektor und ich ein Seminar in Nürnberg, und wir würden uns gern mit euren Texten auseinandersetzen.

Der Stoff für einen Roman muss sorgfältig ausgewählt sein. Dann folgt die Ausarbeitung zum Plot. Gibt es starke Konflikte für die handelnden Figuren? Sind die Ereignisse eng miteinander verbunden? Reizt der Plot die dramatischen Möglichkeiten aus? Und während ein guter Plot hilft, ein Buch zu verkaufen, sorgen erst schillernde, glaubwürdige Figuren dafür, dass es geliebt (und weiterempfohlen) wird. Welche inneren Nöte machen eine Figur authentisch und motivieren sie für die Geschichte? Auf welche Weise lässt sich überzeugend schildern, dass sich eine Figur verändert? Und wie gelingt es, dass sich die Leser mit der Romanfigur identifizieren? Dies wollen wir im Seminar anhand eurer Projekte herausarbeiten, und dabei eure Geschichte voranbringen.

Zu meinem Lektor: Dr. Edgar Bracht, Studium Germanistik / Geschichte und Promotion in Marburg, danach ein Jahr Arbeit als Stadthistoriker (über Fremdarbeiter und Kriegsgefangene unter dem NS-Regime), zehn Jahre lang Lektor bei Bastei Lübbe (zuständig für historische Romane, Thriller und True Crime), seither Lektor im Blessing Verlag (Random House). Er betreute u.a. Kazuo Ishiguro, Mark Haddon, Peter Mayle, Romain Sardou, Edward Rutherfurd und Paolo Giordano.

28.07., Beginn um 9:30 Uhr im CPH (fünf Minuten vom Hauptbahnhof), der offizielle Teil endet 17:30 Uhr, wahrscheinlich gehen wir danach noch zusammen etwas essen.

Die Teilnahme am Tagesseminar (ohne das Essen) kostet 100 Euro.

Wir sind gespannt auf eure Projekte und Texte!

Angriff auf die Talsperre

Heute vor 75 Jahren griffen britische Bomber die Möhnetalsperre und weitere Talsperren an, um die Rüstungsbetriebe lahmzulegen. Die Flutwelle erreichte das Ruhrgebiet.

Neben vielen weiteren Opfern der Katastrophe ertranken in Neheim Hunderte Zwangsarbeiterinnen in ihrem Barackenlager direkt an der Möhne, als die Flutwelle es zerstörte. Die Künstlerin Astrid Breuer hat ihr Atelier in einem alten Fabrikgebäude, in dem die Zwangsarbeiterinnen arbeiten mussten. Auf ihre Initiative hin haben sich 17 Jugendliche der Stadt künstlerisch mit den Portraits von 17 Opfern auseinandergesetzt, auf der Grundlage von authentischen Passfotos von den Personalakten. (Sie tragen den handschriftlichen Vermerk »Entlassungsgrund: bei Wasserkatastrophe ertrunken«.)

Meinen Roman zum Thema, »Nachtauge«, stelle ich am 8. Juli, 11:00 Uhr, im Kunst-Werk in Arnsberg-Neheim vor, nur wenige Schritte entfernt von dem Ort, wo das Zwangsarbeiterinnenlager sich befand. Dort sind auch die Kunstwerke der Jugendlichen ausgestellt.

Wer sich auf spannende Weise mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen zur Lesung und zur Ausstellung.

Ein besonderes Konzert

Bei diesem Konzert werde ich Tränen vergießen, das weiß ich schon jetzt.

Ehemals gespielt in Auschwitz, Buchenwald und Dachau, sind die »Violinen der Hoffnung« Zeitzeugen des Holocaust. Darüber haben Christa Roth und ich das Buch »Geigen der Hoffnung« geschrieben. Nun werden am Sonntag, den 18. Februar, erstmals acht dieser Violinen in Dachau gespielt, unter anderem vom weltweit renommierten Geiger Gil Sharon und von Loka Salzmann, dessen Vater im KZ Dachau inhaftiert war. Das Konzertprogramm orientiert sich an der Musik, die damals im Konzentrationslager gespielt wurde.

Vorab findet am 16. Februar um 20 Uhr in der Stadtbücherei eine Lesung statt, bei der ich die Geschichte aus »Geigen der Hoffnung« vorstelle. Hier wird die Dachau-Geige spielen, die uns zum Buch inspirierte. Ebenfalls bewegend: Die Adresse der Stadtbücherei lautet Max-Mannheimer-Platz 3. Max Mannheimer war Häftling im KZ Dachau.