Titus Müller

Über Briefe reden im Deutschlandfunk

Morgen bin ich live zu hören als Talkgast in der Sendung »Lebenszeit« im Deutschlandfunk. Von 10:08 bis 11:30 Uhr reden wir über das Briefeschreiben. Moderiert wird die Sendung von Daniela Wiesler. Eine schöne Gelegenheit, euch das Buch »Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens« nochmal ans Herz zu legen, das ich zusammen mit Gaby Trombello-Wirkus vor zwei Jahren schreiben durfte. Den bewegenden Briefwechsel von Robert Schumann und Clara Wieck, heimlich und gegen den Willen von Claras Vater, werde ich nie vergessen.

8. September 2022

Zu Gast bei eat.READ.sleep

Ein Riesenvergnügen, der Podcast eat.READ.sleep von Jan Ehlert, Daniel Kaiser und Katharina Mahrenholtz. Zu Anfang wird immer etwas gegessen und getrunken, dann werden Bücher besprochen. Und mit so viel Leidenschaft, im Lob wie im Tadel! Falls ihr gerade keine Stunde habt und wollt das vergnügliche Interview mit mir hören, spult knapp zur Hälfte des Podcasts vor. Wir reden über Recherchen, Terry Pratchett, meine Heimatstadt, Zahlensender und die DDR-Kindheit. Aber noch besser ist der komplette Podcast, ihr werdet bestens unterhalten.

22. Juli 2022

Interview im 70er-Jahre-Zimmer

Im Requisitenfundus der Filmstudios Babelsberg hat mich Lutz Langer für »Hauptsache Lesen!« interviewt – in einem 70er-Jahre-Zimmer, passend zum Roman. Wenn euch interessiert, warum Erich Honecker jedes Jahr das Gefängnis in Brandenburg-Görden besuchte, was er mit dem Grünen Pfeil an unseren Ampeln zu tun hat und was im »Fluchtverhütungsbeutel« der DDR-Grenzsoldaten war, darüber haben wir unter anderem gesprochen.

Ich bin vorher durch die Halle mit den Requisiten gestreunt und habe einiges entdeckt: Wer kennt noch solche Bleistiftanspitzer? Ich habe im Büro meines Vaters gerne damit gespielt. Die Öffnung konnte so schön die Bleistifte »fressen«, wenn man oben die Griffe zusammendrückte. Oder sie fraß meinen Finger. Ich weiß noch genau, wie sich die eisernen Zähnchen anfühlten.

Hatte man einen Stift eingespannt und kurbelte hinten, dann sammelten sich in der kleinen Schublade die Späne. Eigentlich viel praktischer als die Anspitzer, die meine Kinder heute in der Schule verwenden.

Jedes Regal im Fundus ist anderen Alltagsdingen gewidmet. Man findet alte Fernseher, Radios, Geschirr oder Kleidung. Ein Regal füllen alte Schultaschen.

Diese Tasche gleicht zwar nicht ganz genau dem Exemplar, das ich früher hatte, aber die Schnallen und das beigefarbene Leder wecken Erinnerungen ... Irgendwann war das Leder abgestoßen und die Enden der schmalen Trageriemen fühlten sich an wie spröde Elefantenhaut.

Und unser Telefon von damals habe ich gefunden. Nur das Grün ist etwas ausgeblichen. Wählte man die Null, musste man besonders lange warten, bis die Wählscheibe in die Ausgangsposition zurückgekehrt war, bevor man die nächste Ziffer wählen konnte. Und es gab keine Wahlwiederholungsfunktion. War also besetzt, wählte man fünf Minuten später mühsam alles noch einmal.

10. Juni 2022

»Das zweite Geheimnis« landet auf der Liste

»Das zweite Geheimnis« steigt auf Platz 15 in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Ich bin überglücklich! Falls ihr den ersten Teil der Reihe noch nicht kennt, bis Ende Mai gibt es »Die fremde Spionin« als E-Book zum Sonderpreis von 5,99 Euro. Das Buch ist natürlich schöner.

18. Mai 2022

Agentenfunk im Radio

Habt ihr in eurer Kindheit beim Radiohören mal einen Zahlensender der Geheimdienste erwischt? Über Kurzwelle hat man den verdeckt operierenden Agenten Anweisungen gefunkt. Wie das ging und warum es so ein beliebtes Kommunikationsmittel der Geheimdienste war, erkläre ich in einem kleinen Video.

18. Mai 2022

Das zweite Geheimnis

Ab heute in allen Buchhandlungen: Ostberlin bereitet sich auf die Ausrichtung der Weltfestspiele der Jugend vor. Neun Tage lang soll die Stadt zu einer gigantischen Festivalmeile werden. Zehntausende Besucher aus aller Welt werden erwartet. Die DDR präsentiert sich als weltoffen und bunt. Doch ihre Bürgerinnen und Bürger sind Gefangene im eigenen Land. An der Grenze zur BRD hindern Sperranlagen die Menschen daran, in den Westen zu gelangen. Als der Grenzsoldat Henning Nowak zu fliehen versucht, gerät auch seine Schwägerin Ria Nachtmann ins Visier der Staatssicherheit. Sie steht unter Verdacht, Henning geholfen zu haben. Was die Stasi nicht ahnt: Tatsächlich war Ria vor Jahren als Spionin für den westdeutschen Bundesnachrichtendienst tätig. Noch immer verfügt sie über erstaunliche Fähigkeiten. Und sie hat sich geschworen, ihre Familie um jeden Preis zu verteidigen. Hier geht es zur Leseprobe.

9. Mai 2022

Von Rügen bis Basel

Mit Landshut fängt es an, und dann komme ich u.a. nach Berlin, Basel, Hamburg, Unna, Wilhelmshaven, Lüneburg, Hof, Arnsberg-Neheim, sogar auf die Insel Rügen. Hier die nächsten Lesungen, ich freue mich auf euch!

4. Mai 2022

Trailer mit historischem Filmmaterial

Für diesen Trailer haben wir in Berlin gedreht, haben alte Fahnen und ein FDJ-Hemd beschafft und historische Filmaufnahmen durchforstet. (Riesendank an die Filmcrew!) Ihr könnt euch damit einen ersten Eindruck vom neuen Roman »Das zweite Geheimnis« verschaffen, der in vier Wochen erscheint.

6. April 2022

Manuskriptseiten in die Luft zu werfen

Eine tolle Aktion in meiner Heimatstadt Landshut: Um auf die Künstler aufmerksam zu machen, die nicht mehr auftreten können, wurden elf Porträts von Künstlern aus Landshut in einer Größe von 1,30 x 2,30 Metern am Ländtor aufgehängt, dem zentralen Tor, durch das man in die Altstadt läuft.

Alle Fotos stammen von Fotografin Silvia Johanus. Meines wurde in der Zentrale zum Rieblwirt aufgenommen. Ich hatte die Idee, Manuskriptseiten in die Luft zu werfen, und Silvia dann den genialen Einfall, ich solle nach dem Hochwerfen wieder still dasitzen und ein ernstes Gesicht machen, während sie runterfallen. Das haben wir mehrmals wiederholt. Oft hieß es: "Das Foto ist super, aber du hast ein Blatt vor dem Gesicht." Bis es einmal klappte. Ein Riesendank an Uta Spies, die Kulturbeauftragte der Stadt, die auch das Landshuter Kulturfestival im Sommer mit 60 Freiluft-Veranstaltungen auf verschiedenen Bühnen in der Stadt organisiert hat. Und jetzt eben diese Fotoaktion, um, mit ihren Worten, »Kulturschaffende sichtbar zu machen« und ihnen Raum zu geben, »der ihnen für Live-Konzerte, Tanz und Ausstellungen zurzeit so oft fehlt.«

12. Dezember 2021

In der FUNK UHR

Vor 22 Jahren schickte ich einen Kurzkrimi an die Programmzeitschrift FUNK UHR. Er wurde abgedruckt und ich bekam 200 Mark. Das war damals für mich viel Geld. Ich hatte mich gerade an der Uni für Literatur und Geschichte eingeschrieben, wohnte in einer Sozialbauwohnung an einer lauten Straße in Berlin, und mal ins Kino zu gehen, war schon Luxus. Verblüfft nahm ich das Geld in Empfang. Ich hatte etwas geschrieben und wurde dafür bezahlt. War aus dem Schreiben vielleicht ein Beruf zu machen? Ich freue mich, dass die FUNK UHR vor ein paar Wochen das alte Heft nochmal gezeigt hat und sogar einen Romanauszug aus »Das zweite Geheimnis« druckte. Diese Woche zog ihre Schwesterzeitschrift SuperTV nach. Wenn ihr also schon mal reinlesen wollt ...

26. November 2021

Der Chefhistoriker des BND

Ein Hauptamtlicher des BND hat meinen Spionageroman gelesen ... und findet ihn gut! Er hat ihn sogar für das Crimemag rezensiert. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr mich diese Rezension freut. Bodo Hechelhammer ist seit 2002 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes und arbeitete in verschiedenen nachrichtendienstlichen Verwendungen. Seit 2016 leitet er nun das Historische Büro der Behörde, er ist von der Praxis sozusagen in die Theorie gewechselt und ist jetzt der Chefhistoriker des BND. Seit Jahren veröffentlicht er starke Sachbücher über Nachrichtendienste, z.B. zum Doppelagenten Heinz Felfe oder über die BND-Zentrale in Pullach – eine gute Hilfe für meine Romane. Auch sonst gab es großartige Rezensionen zur »Fremden Spionin«, zum Beispiel diese in der Berliner Morgenpost (siehe Foto).

Die schönsten Zitate zum Mitfreuen: »Titus Müller [lässt] einen Teil deutsch-deutscher Geschichte greifbar werden, der bis heute schmerzt. Er erzählt ihn dennoch mit frischem, lebendigem und auch einfühlsamem Blick. Allein das macht das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Vor allem aber ist es unglaublich spannend.« – Kerstin Burlage, Bremen2 »Wie immer bei Müller genauestens recherchiert [..]. Jüngste Zeitgeschichte wird so spannend [..] und hautnah erlebbar.« – Peter Zander, Berliner Morgenpost »Ein lesenswerter, lehrreicher Roman ohne Schwarz-Weiß-Zeichnungen.« – Meike Dannenberg, BÜCHER »Ein spannendes Stück Nachkriegsgeschichte, brilliant aufgeschrieben von einem der großen zeitgenössischen Erzähler.« – Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten »Ria ist eine Romanheldin, die man sofort ins Herz schließen muss. Schön, clever, und vor allem mutig. Das Mädchen traut sich was.« – Lutz Langer, HAUPTSTADT TV

20. Oktober 2021

Heute vor 60 Jahren

Heute vor 60 Jahren erwachten die Berliner zum Geräusch der Presslufthammer. Straßen wurden aufgerissen, Betonpflöcke darin versenkt. Ihre Stadt war über Nacht mit Stacheldraht in zwei Hälften geteilt worden. Menschen, die sich eben noch besucht hatten, Familie, Freunde, Arbeitskollegen waren plötzlich weiter voneinander entfernt, als würden sie auf verschiedenen Planeten leben. Davon erzähle ich in meinem Roman »Die fremde Spionin«. Und in diesem Video nehme ich euch mit zu den Schauplätzen.

13. August 2021

Auf der Bestsellerliste

»Die fremde Spionin« ist auf Platz 18 in die SPIEGEL-Bestsellerliste eingestiegen. Jetzt bekommt sie doch tatsächlich den roten Aufkleber. Danke für eure Unterstützung und Leseneugier! Mich freut es enorm, dass so viele den Roman für sich entdecken. Eigentlich habe ich beim Schreiben nichts anders gemacht als sonst, also passt das Thema wohl gut in die Zeit. Und das Vertriebsteam des Heyne Verlags hat ganze Arbeit geleistet, und dann die Buchhändlerinnen, und am Ende natürlich ihr.

2. August 2021

Von 3.000 Briefen die schönsten

Ich bin seit Jahren ein Bewunderer von C.S. Lewis, und es macht mich stolz und glücklich, dass ich unter seinen 3.000 Briefen die schönsten aussuchen durfte für diese erste deutsche Ausgabe seiner Briefe. Hier lernt ihr den privaten C.S. Lewis kennen mit seiner leidenschaftlichen Liebe zu Büchern, dem Ringen um einen Arbeitsplatz an der Uni, Beziehungsproblemen, Humor, tiefen Freundschaften und klugen Gedanken über den christlichen Glauben (den er übrigens über Jahre hinweg verlor und dann allmählich wiederentdeckte).

Manchmal erscheinen zwei Bücher gleichzeitig, auch wenn ich nicht gleichzeitig an ihnen gearbeitet habe. Ich weiß, ich bin schlecht für euren Geldbeutel und euer Bücherbudget. Aber ich kann nicht anders. Beide Bücher, »Die fremde Spionin« und die Briefe von C.S. Lewis, sind Herzensprojekte, die ich schon seit Jahren verfolge. Ich bin überglücklich, dass beide jetzt endlich in Buchform vor mir liegen und ich sie mit euch teilen darf. (Die Briefe im Hintergrund des Buchs auf diesem Bild sind nicht von C.S. Lewis.)

25. Juni 2021

Zu Besuch im Hörbuchstudio

Warum braucht man bei Hörbuchaufnahmen drei Leute und was tun die? Werft mit mir einen Blick hinter die Kulissen und besucht Oliver Brod, Matthias Steiert und Regisseur Joachim Hoell bei den Aufnahmen von »Die fremde Spionin«. (Ich habe ja »Tanz mit mir, Aurelia« selbst aufgenommen und schon damals großen Respekt vor der Leistung eines Hörbuchstudios bekommen. Jetzt ist er noch weiter gewachsen.)

15. Juni 2021

Ich erinnere mich gut

In der Post war eine frisch gedruckte Nachauflage des »Kalligraphen« – die 2. Auflage bei Heyne, aber eigentlich die 8. Auflage dieses Romans, wenn man alle Verlage zusammennimmt (Aufbau, Weltbild, Brunnen, Heyne). Im Oktober 2002 war die Erstveröffentlichung. Ich war 24 Jahre alt.

Ich erinnere mich gut, wie ich bei Hugendubel in der Berliner Schlossstraße vor dem Regal mit den Neuerscheinungen stand und nicht fassen konnte, das da mein Roman lag, Buchstaben und Wörter, die ich bei mir Zuhause in der Sozialbauwohnung in der Albrechtstraße 107 geschrieben hatte, auf dem alten, vom Vater übernommenen Schreibtisch, zwischen Semesterarbeiten für die Uni und Staubsaugen und Abwasch und Computerspielen. Das Staunen ist nie verfolgen. Auch wenn im Juni mein vierzehnter Roman erscheint, werde ich ihn wieder ungläubig in den Händen halten. Danke, dass ihr mir durch eure Leseneugier diesen Traumberuf ermöglicht! Es ist eine wunderbare Reise mit euch.

3. Mai 2021

Alltag bei Thomas Mann

Wie kam eigentlich Thomas Mann mit dem »Homeoffice« klar? Er gilt als höchst diszipliniert ... war es aber gar nicht. Gerade ist ein herrlicher Artikel darüber in der ZEIT erschienen.

Ich habe über Thomas Mann in meinem »Franz Tausend«-Roman hübsche (wahre) Details ausgegraben, die ihn menschlich zeigen. Wie er als Jurymitglied bei einem großen Romanwettbewerb kein einziges der Manuskripte gelesen hat, und dann kam der Mann der Kölner Zeitung, die den Wettbewerb veranstaltete, unangemeldet zu ihm nach Hause und er musste bei Kaffee und Kuchen über Bücher reden, die er nicht kannte ... Wie ihn ein Personal Trainer, so würden wir es heute nennen, alle zwei Tage zu Hause besuchte und ihn Seilhüpfen ließ ... Wie er es hasste, fotografiert zu werden ...

Und all das schreibe ich und freue mich auch am entzaubernden Artikel in der ZEIT, und liebe doch Thomas Manns Geschichten, allen voran den »Zauberberg«.

27. März 2021

Können Sie mir das vorlesen?

Heute: WDR-Dreh in Gaby Trombello-Wirkus’ »Schriftschatz«-Werkstatt zu unserem Buch »Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens«. Ich mit meiner winzigen Handschrift, gefilmt beim Schreiben! Aber Gaby hatte gute Tipps für mich. Bald sagen die Leute nicht mehr, wenn ich ein Buch signiere: »Danke für die Widmung, können Sie mir das vorlesen?«, oder erzählen von ihrem Arzt, der genauso klein schreibt.

Ich freue mich, dass wir vom schönen Briefe-Buch erzählen konnten. Und ich habe Lust darauf bekommen, wieder mit einem Füller und »schön« zu schreiben.

3. Dezember 2020

Zu Besuch im Verlag

Heute im Verlag: Treffen mit meinen beiden Lektoren Edgar Bracht (Blessing) und Oskar Rauch (Heyne, im Bild). Wir haben über zukünftige Projekte gesprochen, und ich habe zum ersten Mal die Cover meiner neuen Roman-Trilogie gesehen. Der erste Band erscheint im Juni 2021 bei Heyne. Ein aufregender Moment. Ich bin begeistert von den Entwürfen! Sie sehen nach »Kino« aus. Außerdem haben wir einen Film gedreht mit zwei sympathischen Social-Media-Redakteurinnen, der Oskar und mich im Gespräch zeigt (und wie wir durch das Verlagsgebäude gehen, damit ihr die Büros auch mal seht). Den postet Heyne zur »virtuellen« Frankfurter Buchmesse. Nachtrag: Hier ist der Film, willkommen beim Heyne Verlag!

5. Oktober 2020

Was mich an Wespen fasziniert

Heute erscheint mein neues Buch »Staunen über das Glück im Unscheinbaren«. Im 2-Minuten-Video zum Buch erzähle ich davon, was mich an Wespen und Fruchtfliegen fasziniert.

1. September 2020

Glückwunsch an Helga Schubert

Glückwunsch an Helga Schubert zum Bachmannpreis! Völlig unqualifizierter Beitrag, aber ihre kleinen Kinderbücher »Bimmi und der schwarze Tag« und »Bimmi und das Hochhausgespenst« habe ich in der Kindheit hunderte Male gelesen. Wenn ich allein deren Cover ansehe, kommen eine Menge Erinnerungen hoch. Insofern, schon aus Dank für diese Bücher, gönne ich ihr den Preis.

Nachtrag ein Jahr später: Ihr Buch »Vom Aufstehen« ist wunderbar!

21. Juni 2020

Im Wald

Wollt ihr mal meine Kinder rennen sehen? Hier sind wir als Familie im Wald, und ich sage was zu Bäumen, Moos und dem Spazierengehen.

23. April 2020

Von der Liebe

Willkommen bei mir im Wohnzimmer! Ich erzähle in diesem 7-Minuten-Video von der Liebe ... allerdings nicht von meiner, sondern von Carl von Ossietzky, seiner Frau Maud und Gusti Hecht.

13. April 2020

Trailer mit historischen Zeitungsartikeln

Die Zeitungsartikel in diesem wundervollen Trailer zu »Franz Tausend« sind alle echt. Damals stand beinahe jeden Tag etwas über ihn in großen Artikeln in den Münchner Zeitungen.

Wirklich toll gemacht, lieber Blessing Verlag, vielen Dank!

12. März 2020

Das 14. Jahrhundert zu besuchen

Von Thomas Latimers Burg steht nichts mehr. Nur noch die Karpfenbecken sind zu sehen, die ich im ersten Kapitel der »Brillenmacherin« beschreibe. (Heute sind sie Krater in der Wiese.) Dafür gibt es die Brücke über den Fluß noch, die Sir Thomas Latimers Großvater gebaut hat, und in der Kirche, die ebenfalls im Roman vorkommt und noch steht, befindet sich der hölzerne Sarg des Großvaters.

Ich erinnere mich gern an die Reise nach Braybrooke zurück. Das Wetter der Midlands am eigenen Leib zu spüren, bei Sonnenaufgang den Schafen zuzuhören, die das Gras abrupfen und kauen, und den gelben Mohn am Wegrand zu entdecken – viele schöne Szenen des Romans basieren auf den Notizen meiner Englandreise. Natürlich hat es mir auch geholfen, dass mir die Einheimischen Kontakt zu den Nachfahren von Sir Thomas Latimer vermittelt haben, und ich so an nützliche Informationen über den Ritter aus dem Familienarchiv kam.

Wir denken meist in Zeiträumen von einigen Wochen. Jahrhunderte sind uns eine fremde Zeitrechnung. Umso aufregender war es für mich, das 14. Jahrhundert zu besuchen und vor Ort in den Midlands seine Spuren zu sehen. Man kommt sich klein vor. Und man staunt, wie viel sich in der Welt verändert hat seit damals, inzwischen gibt es Computer, Autos, Drohnen mit Raketen. Der Ritter Thomas Latimer hätte es kaum fassen können. Anderes ist kaum verändert: die Brille, zum Beispiel.

13. Januar 2020

Romane überarbeiten

Am liebsten würde ich alle meine Romane nach zehn Jahren überarbeiten. Ich habe dann die Geschichte nicht mehr im Kopf und gehe unbedarft an sie heran, ich lebe mit ihr mit und spüre ihre scharfen Kanten. Hier und da sprachlich nachzubessern oder logische Fehler zu beseitigen, das ist wie Briefmarkensortieren, wie Puzzeln oder Aufräumen. Zutiefst befriedigend.

Bei fünf Büchern durfte ich das jetzt machen, nächste Woche erscheint die überarbeitete Version der »Brillenmacherin« und ich freue mich darüber wie über einen völlig neuen Roman.

Das Lesen mit zeitlichem Abstand ist aufregend für mich. Den Papierstapel vor mir zu haben und zu wissen, dass ich das Buch gleich zum ersten Mal wirklich lesen werden, weckt die bange innere Frage: Taugt es was? Ein angenehmer Bauchkitzel. Mein Fazit nach fünf überarbeiteten Romanen: »Die Todgeweihte«, »Die Jesuitin« und »Der Kuss des Feindes« sind okay. »Der Kalligraph des Bischofs« und »Die Brillenmacherin« aber haben Tiefe. Diese zwei geben mir etwas Besonderes beim Lesen (als hätte ich vor Jahren etwas in sie eingeschlossen wie eine Kapsel mit Medizin).

Jetzt würde ich gern mit dem »Mysterium« weitermachen. Was sagt ihr, lieber Heyne-Verlag?

6. Januar 2020

Weitere Blogbeiträge

Zu den Blogbeiträgen des Jahres 2019.

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